Lehrgang mit Julian P. Chees 2026
30 Jahre Karate Dojo Washi Kiel...
Unter diesem Motto fand am 14.02.26 ein Karate Lehrgang mit dem DJKB - Instructor Sensei Julian P. Chees im Dojo Washi statt.
Seit 2018 kommt er einmal im Jahr nach Kiel, um uns an seinen großen Erfahrungsschatz teilhaben zu lassen. Um für alle Karatekas ein schönes Trainingserlebnis zu ermöglichen, erfolgte das Training der Unterstufe und der Oberstufen getrennt voneinander. Die Trainingseinheit dauerte ungefähr 1.5 Stunden. Wobei man dazu sagen muss, dass ALLE bemüht waren den zeitlichen Rahmen einzuhalten.
Die erste Trainingseinheit wurde durch die Unterstufe wahrgenommen.
Gleich nach der ersten Trainingseinheit haben sich alle 86 Karatekas zu einem Gruppenfoto zusammengefunden.
Sören, unser „Präsi“ vom F.T. Adlers e.V., nutzte ebenfalls die Gelegenheit, den Mitgliedern vom Dojo Washi zum 30 Jubiläum zu gratulieren, sowie Andrea und Michael für ihren unermüdlichen und hingebungsvollen Einsatz zu danken.
Ich will es mal mit meinen Worten sagen. Aus einem Samenkorn ist durch viel Liebe, Pflege, Geduld und Hingabe ein Baum geworden der Früchte trägt. Und daran haben alle Mitglieder ihren Anteil.
Bevor es dann mit dem Training weiter ging, überreichte Michael unserer Dojoleiterin Andrea die Ehrenurkunde des DJKB, als Dank für ihren unermüdlichen Einsatz für das traditionelle Karate.
Nach dem offiziellen Teil wurde dann wieder ordentlich traditionelles Karate trainiert. Denn, wie Julian sagt, Karate ist immer und nicht nur beim Training in der Halle.
In der ersten Trainingseinheit der Oberstufe ging es um die Kata Gojushiho Sho. Zunächst einmal lernten wir die Kata in ihrem Ablauf kennen. Im Anschluss daran durften wir einzelne Kombinationen aus der Kata praktisch in einer Partnerübung anwenden, um sie für uns zu modifizieren. Dabei ging es Julian vor allem darum, die "Connection" zwischen der Theorie und der Praxis herzustellen. Wir sollten bei der Ausführung der Kata und den jeweils einzelnen Techniken darauf achten, dass die Übergänge von der einen zur nächsten Technik fließend erfolgten.
In der Pause durften alle Teilnehmer das reichhaltige Buffet genießen. Wie bei jedem Lehrgang im Dojo Washi gehört auch bei diesem Lehrgang das „Wohlfühlprogramm" mit dazu. Mit viel Liebe, Fleiß und Engagement zauberten die Mitglieder vom Dojo Washi und ihre Familien wieder ein schönes buntes Buffet mit allerlei Leckereien in der kleinen Halle der Muhliusschule. Für jeden war etwas dabei, um die Batterie nach dem intensiven Training wieder aufzuladen. Und natürlich gab es auch Getränke, um den Durst zu löschen.
An dieser Stelle einen herzlichen Dank an die Sponsoren Loppokaffee und der Bäckerei Brot-Garten aus Kiel.
Gut gestärkt ging es dann in die zweite Trainingseinheit.
In der zweiten Trainingseinheit der Unterstufe ging es, soweit ich es mitbekommen habe, u.a. um Inhalte der Katas Heian Shodan, Heian Nidan und Heian Sandan. Im Anschluss an die Trainingseinheit gab es eine Fragerunde. Julian fragte die Karatekas der Unterstufe, ob sie zu den einzelnen Katas noch Fragen zur Ausführung oder Bedeutung der einzelnen Techniken haben. Mads stellte Julian eine sehr interessante Frage. Er wollte wissen, ob in der Kata Heian Sandan bei den letzten zwei Techniken der Schwerpunkt auf den Fauststoß oder den Ellenbogenstoß liegt. Julian erklärte anschaulich, dass beides wichtig ist. Eine großartige Frage von der alle Karatekas etwas hatten.
Der gemeinsame Abschluss für alle bildete die Kata Heian Shodan „links“. Ich glaube, dass ich nicht die Einzige war, die anfänglich ein wenig mit dem Ablauf der Kata zu tun hatte. Doch Julian gab uns einen Tipp. Die Lösung lag darin, dass nur der linke Fuß sich bewegt. Wenn man sich genau darauf konzentrierte, dann war es möglich die Kata flüssig zu durchlaufen. Als wir die Kata Heian Shodan links beendet hatten, wurde die Unterstufe von Julian verabschiedet. Er bedankte sich für die Teilnahme und die Spenden für sein Projekt „Shoshin-Kinderhilfe“.
Als die Unterstufe die Halle verlassen hatte, durfte die Oberstufe noch einmal ran. Im
Mittelpunkt der letzten Trainingseinheit stand die Partnerübung. Julian erklärte noch einmal, dass wir uns gegenseitig betreuen und uns gegenseitig fördern und fordern sollen, ohne uns dabei „Auer“ zu machen. Zunächst sollten wir uns abwechselnd mit Jodan-Oi-Zuki und Chudan-Oi-Zuki angreifen und dies mit Age-Uke und Soto-Uke abwehren. Dabei sollten wir ein Gefühl für den Abstand und die Geschwindigkeit des Partners entwickeln. Nach einer kurzen Übungseinheit erfolgt der Angriff wie beim Jiyu-lppon-Kumite mit Jodan-Kizami-Zuki, Jodan-Oi-Zuki, Chudan-Oi-Zuki, Chudan-Mae-Geri, Chudan-Yoko-Geri-Kekomi, Jodan-Mawashi-Geri und Chudan-Ushiro-Geri. Die Abwehr erfolgte in Kombination mit Age-Uke, Chudan-Oi-Zuki oder Soto-Uke, Chudan-Oi-Zuki. Bei der Wahl meines Trainingspartners hatte ich Glück. Maik aus Kaltenkirchen konnte sich gut auf mich einstellen bzw. ich hatte Glück, dass er bereits drei Trainingseinheiten mitgemacht hatte. Sonst hätte ich bestimmt mehr damit zu tun gehabt mit ihm mitzuhalten.
Am Ende der letzten Trainingseinheit überreichten Andrea und Michael Julian als Dank für die schöne Zeit ein kleines Präsentkörbchen mit allerlei Köstlichkeiten aus Kiel, einem selbst gemachten Frühstücksbrett mit dem Logo vom Dojo Washi, sowie einem Jubiläumsshirt 30 Jahre Dojo Washi im Jahr des Pferdes. Und wie in jedem Jahr wurden alle Einnahmen aus dem Buffet an Julian für sein Projekt „Shoshin-Kinderhilfe“ übergeben.
Er bedanke sich noch einmal recht herzlich bei allen Karatekas und beendet den Lehrgang.
Text: Daniela Eggers, 02.2026
Kontakt:
